Die Reise

Typewriter

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Die Geschichte dahinter

Buchtrailer

Adopted Between Worlds

Eine Geschichte über Adoption, Identität und die Familien, die uns prägen.
Worum es in diesem Memoir geht

Adopted Between Worlds

Adopted Between Worlds erzählt zwei Adoptionsreisen über drei Kontinente hinweg. Die erste folgt Atticus – geboren in Kolumbien, von einer deutschen Familie adoptiert und in den Vereinigten Staaten aufgewachsen. Als Erwachsener kehrt er in sein Geburtsland zurück, um nach seiner biologischen Familie zu suchen. Die zweite Reise beginnt viele Jahre später, als Atticus selbst Adoptivvater wird. Dabei begegnet er den Folgen früher Kindheitstraumata, erkennt die Grenzen dessen, was Liebe allein heilen kann, und steht schließlich vor einer Entscheidung, die seine Familie für immer verändert. Gemeinsam erzählen diese beiden Wege von Adoption, Identität und was Zugehörigkeit zwischen den Welten bedeutet, die wir unser Zuhause nennen.
Warum dieses Buch wichtig ist

Adopted Between Worlds

Zwischen Kolumbien, Deutschland und den Vereinigten Staaten habe ich mein Leben in verschiedenen Welten verbracht – Welten, die alle durch Adoption geprägt wurden. Zuerst als Adoptierter auf der Suche nach Antworten. Später als Vater, der lernen musste, dass Liebe allein nicht jede Wunde heilen kann. Adoption wird häufig entweder als Rettungsgeschichte oder als Tragödie dargestellt. Dieses Memoir erzählt von dem Raum dazwischen. Es soll allen Menschen, deren Leben durch Adoption berührt wurde, das Gefühl geben, gesehen zu werden, besser vorbereitet zu sein, sich weniger allein zu fühlen und den Mut zu finden, sich Hilfe zu holen.
Für wen dieses Buch gedacht ist

Adopted Between Worlds

Dieses Buch ist für Sie, wenn …
  • Sie adoptiert wurden und sich mit Fragen nach Identität, Zugehörigkeit, Verlust oder Ihrer Herkunft beschäftigen und Worte für Erfahrungen suchen, über die selten gesprochen wird.
  • Sie Adoptivmutter oder Adoptivvater sind – oder eine Adoption planen – und einen ehrlichen, einfühlsamen Einblick gewinnen möchten, was Liebe allein nicht lösen kann und wie echte Unterstützung aussieht, wenn Trauma den Familienalltag prägt.
  • Sie Teil der Adoptionsgemeinschaft sind – als leibliche Familie, Geschwister, Angehörige oder Partner – und sich eine menschliche Geschichte wünschen, die der Komplexität echter Menschen und ihrer Entscheidungen gerecht wird.
  • Sie Therapeut, Sozialarbeiter, Pädagoge oder Fachkraft im Jugend- und Familienbereich sind und gelebte Erfahrung ebenso schätzen wie fachliches Wissen.
  • Sie gern Memoirs lesen, die sich mit großen Fragen zu Familie, Identität, Ethik und Resilienz beschäftigen und eine Geschichte suchen, die auch dort ehrlich bleibt, wo es keine einfachen Antworten gibt.
Auch wenn Sie sich in keiner dieser Beschreibungen wiederfinden, könnte Ihnen dieses Buch einfach als menschliche Geschichte gefallen – erzählt ohne einfache Antworten.
Über den Autor

Adopted Between Worlds

Warum ein Pseudonym?
Ich veröffentliche unter dem Pseudonym Atticus Galán Scholl, um die Privatsphäre der Kinder, Freunde und Familienmitglieder zu schützen, die Teil dieser Geschichte sind. Gleichzeitig spielt das Thema Name seit jeher eine zentrale Rolle in meinem Leben. Durch die Adoption trug ich vor und nach dem Adoptionsprozess verschiedene Namen – alle wurden mir von anderen gegeben. Zum ersten Mal habe ich meinen Namen selbst gewählt. Und damit auch die Werte, für die er stehen soll. 
Atticus ist inspiriert von Atticus Finch, dem Anwalt aus Wer die Nachtigall stört (To Kill a Mockingbird). Nicht, weil ich mich mit ihm vergleichen möchte, sondern weil diese Figur meinen Blick auf Integrität, Mitgefühl und die Verantwortung geprägt hat, für das Richtige einzustehen. Als ich den Roman mit fünfzehn Jahren las, beeinflusste er mein Verständnis von Moral nachhaltig. Mir ist bewusst, dass spätere Veröffentlichungen und öffentliche Diskussionen das Bild von Atticus Finch für manche Leser verändert haben. Ich verwende den Namen deshalb nicht als Symbol eines makellosen Helden. Für mich steht er vielmehr für moralische Überzeugung, Mitgefühl und den Mut, schwierige Wahrheiten respektvoll auszusprechen. Wer die Nachtigall stört war außerdem das erste Pflichtbuch der Schule, das ich wirklich gern gelesen habe – ebenso wie die Verfilmung. Bis heute erinnert mich dieser Name daran, welchen Maßstab ich an mich selbst legen möchte und wie wichtig es ist, niemals aufzuhören zu lernen und zuzuhören.
Galán ehrt Luis Carlos Galán, den kolumbianischen Reformpolitiker, der 1989 ermordet wurde, weil er sich Korruption und der Gewalt der Drogenkartelle entgegenstellte. Seit in mir im Jahr 2000 erstmals der Wunsch entstand, nach Kolumbien zurückzukehren, habe ich mich intensiv mit der Geschichte meines Geburtslandes beschäftigt. Der Mord an Galán erschien mir dabei als eine der tiefsten nationalen Wunden Kolumbiens. Er verkörperte Hoffnung und den Glauben an eine bessere Zukunft. Dieser Name steht für mein kolumbianisches Erbe, für Idealismus und für den Mut, der Wahrheit auch gegenüber Macht und Unrecht eine Stimme zu geben.
Scholl erinnert an Sophie und Hans Scholl von der Widerstandsgruppe Weiße Rose, die 1943 wegen ihres gewaltfreien Widerstands gegen das NS-Regime hingerichtet wurden. Zum ersten Mal hörte ich im Deutschunterricht von den Geschwistern Scholl. Erst der Film Sophie Scholl – Die letzten Tage ließ mich jedoch wirklich begreifen, welchen außergewöhnlichen Mut sie in einer so gefährlichen Zeit bewiesen. Dieser Name steht für meine deutschen Wurzeln, für Gewissen und für die Entscheidung, selbst in dunklen Zeiten das Richtige zu tun. 
Ich habe diese Namen nicht gewählt, um mich mit den Menschen zu vergleichen, die sie getragen haben. Ich habe sie gewählt, weil sie mich an Werte erinnern, nach denen ich leben möchte – mit Demut, Verantwortungsbewusstsein und dem Wissen, dass ich noch viel zu lernen habe. Sie stehen für den Menschen, der ich sein möchte. Und sie erinnern mich täglich daran, wie weit der Weg dorthin noch ist.
Über das Memoir hinaus entsteht mit diesem Projekt eine Ressourcenplattform, die allen Menschen, deren Leben durch Adoption geprägt wurde, den Zugang zu vertrauenswürdiger Unterstützung erleichtern und ihnen das Gefühl geben soll, mit ihren Erfahrungen nicht allein zu sein.
14. Februar 2028

Adopted Between Worlds

Countdown bis zur Veröffentlichung

Wie die Geschichte selbst zeigt sich das ganze Bild erst mit der Zeit.
Die Geschichte dahinter

Buchtrailer

Adopted Between Worlds

Eine Geschichte über Adoption, Identität und die Familien, die uns prägen.
Worum es in diesem Memoir geht

Adopted Between Worlds

Adopted Between Worlds erzählt zwei Adoptionsreisen über drei Kontinente hinweg. Die erste folgt Atticus – geboren in Kolumbien, von einer deutschen Familie adoptiert und in den Vereinigten Staaten aufgewachsen. Als Erwachsener kehrt er in sein Geburtsland zurück, um nach seiner biologischen Familie zu suchen. Die zweite Reise beginnt viele Jahre später, als Atticus selbst Adoptivvater wird. Dabei begegnet er den Folgen früher Kindheitstraumata, erkennt die Grenzen dessen, was Liebe allein heilen kann, und steht schließlich vor einer Entscheidung, die seine Familie für immer verändert. Gemeinsam erzählen diese beiden Wege von Adoption, Identität und was Zugehörigkeit zwischen den Welten bedeutet, die wir unser Zuhause nennen.
Warum dieses Buch wichtig ist

Adopted Between Worlds

Zwischen Kolumbien, Deutschland und den Vereinigten Staaten habe ich mein Leben in verschiedenen Welten verbracht – Welten, die alle durch Adoption geprägt wurden. Zuerst als Adoptierter auf der Suche nach Antworten. Später als Vater, der lernen musste, dass Liebe allein nicht jede Wunde heilen kann. Adoption wird häufig entweder als Rettungsgeschichte oder als Tragödie dargestellt. Dieses Memoir erzählt von dem Raum dazwischen. Es soll allen Menschen, deren Leben durch Adoption berührt wurde, das Gefühl geben, gesehen zu werden, besser vorbereitet zu sein, sich weniger allein zu fühlen und den Mut zu finden, sich Hilfe zu holen.
Für wen dieses Buch gedacht ist

Adopted Between Worlds

Dieses Buch ist für Sie, wenn …
  • Sie adoptiert wurden und sich mit Fragen nach Identität, Zugehörigkeit, Verlust oder Ihrer Herkunft beschäftigen und Worte für Erfahrungen suchen, über die selten gesprochen wird.
  • Sie Adoptivmutter oder Adoptivvater sind – oder eine Adoption planen – und einen ehrlichen, einfühlsamen Einblick gewinnen möchten, was Liebe allein nicht lösen kann und wie echte Unterstützung aussieht, wenn Trauma den Familienalltag prägt.
  • Sie Teil der Adoptionsgemeinschaft sind – als leibliche Familie, Geschwister, Angehörige oder Partner – und sich eine menschliche Geschichte wünschen, die der Komplexität echter Menschen und ihrer Entscheidungen gerecht wird.
  • Sie Therapeut, Sozialarbeiter, Pädagoge oder Fachkraft im Jugend- und Familienbereich sind und gelebte Erfahrung ebenso schätzen wie fachliches Wissen.
  • Sie gern Memoirs lesen, die sich mit großen Fragen zu Familie, Identität, Ethik und Resilienz beschäftigen und eine Geschichte suchen, die auch dort ehrlich bleibt, wo es keine einfachen Antworten gibt.
Auch wenn Sie sich in keiner dieser Beschreibungen wiederfinden, könnte Ihnen dieses Buch einfach als menschliche Geschichte gefallen – erzählt ohne einfache Antworten.
Über den Autor

Adopted Between Worlds

Warum ein Pseudonym?
Ich veröffentliche unter dem Pseudonym Atticus Galán Scholl, um die Privatsphäre der Kinder, Freunde und Familienmitglieder zu schützen, die Teil dieser Geschichte sind. Gleichzeitig spielt das Thema Name seit jeher eine zentrale Rolle in meinem Leben. Durch die Adoption trug ich vor und nach dem Adoptionsprozess verschiedene Namen – alle wurden mir von anderen gegeben. Zum ersten Mal habe ich meinen Namen selbst gewählt. Und damit auch die Werte, für die er stehen soll. 
Atticus ist inspiriert von Atticus Finch, dem Anwalt aus Wer die Nachtigall stört (To Kill a Mockingbird). Nicht, weil ich mich mit ihm vergleichen möchte, sondern weil diese Figur meinen Blick auf Integrität, Mitgefühl und die Verantwortung geprägt hat, für das Richtige einzustehen. Als ich den Roman mit fünfzehn Jahren las, beeinflusste er mein Verständnis von Moral nachhaltig. Mir ist bewusst, dass spätere Veröffentlichungen und öffentliche Diskussionen das Bild von Atticus Finch für manche Leser verändert haben. Ich verwende den Namen deshalb nicht als Symbol eines makellosen Helden. Für mich steht er vielmehr für moralische Überzeugung, Mitgefühl und den Mut, schwierige Wahrheiten respektvoll auszusprechen. Wer die Nachtigall stört war außerdem das erste Pflichtbuch der Schule, das ich wirklich gern gelesen habe – ebenso wie die Verfilmung. Bis heute erinnert mich dieser Name daran, welchen Maßstab ich an mich selbst legen möchte und wie wichtig es ist, niemals aufzuhören zu lernen und zuzuhören.
Galán ehrt Luis Carlos Galán, den kolumbianischen Reformpolitiker, der 1989 ermordet wurde, weil er sich Korruption und der Gewalt der Drogenkartelle entgegenstellte. Seit in mir im Jahr 2000 erstmals der Wunsch entstand, nach Kolumbien zurückzukehren, habe ich mich intensiv mit der Geschichte meines Geburtslandes beschäftigt. Der Mord an Galán erschien mir dabei als eine der tiefsten nationalen Wunden Kolumbiens. Er verkörperte Hoffnung und den Glauben an eine bessere Zukunft. Dieser Name steht für mein kolumbianisches Erbe, für Idealismus und für den Mut, der Wahrheit auch gegenüber Macht und Unrecht eine Stimme zu geben.
Scholl erinnert an Sophie und Hans Scholl von der Widerstandsgruppe Weiße Rose, die 1943 wegen ihres gewaltfreien Widerstands gegen das NS-Regime hingerichtet wurden. Zum ersten Mal hörte ich im Deutschunterricht von den Geschwistern Scholl. Erst der Film Sophie Scholl – Die letzten Tage ließ mich jedoch wirklich begreifen, welchen außergewöhnlichen Mut sie in einer so gefährlichen Zeit bewiesen. Dieser Name steht für meine deutschen Wurzeln, für Gewissen und für die Entscheidung, selbst in dunklen Zeiten das Richtige zu tun. 
Ich habe diese Namen nicht gewählt, um mich mit den Menschen zu vergleichen, die sie getragen haben. Ich habe sie gewählt, weil sie mich an Werte erinnern, nach denen ich leben möchte – mit Demut, Verantwortungsbewusstsein und dem Wissen, dass ich noch viel zu lernen habe. Sie stehen für den Menschen, der ich sein möchte. Und sie erinnern mich täglich daran, wie weit der Weg dorthin noch ist.
Über das Memoir hinaus entsteht mit diesem Projekt eine Ressourcenplattform, die allen Menschen, deren Leben durch Adoption geprägt wurde, den Zugang zu vertrauenswürdiger Unterstützung erleichtern und ihnen das Gefühl geben soll, mit ihren Erfahrungen nicht allein zu sein.
14. Februar 2028

Adopted Between Worlds

Countdown bis zur Veröffentlichung

Wie die Geschichte selbst zeigt sich das ganze Bild erst mit der Zeit.
Die Geschichte dahinter

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Adopted Between Worlds

Eine Geschichte über Adoption, Identität und die Familien, die uns prägen.
Worum es in diesem Memoir geht

Adopted Between Worlds

Adopted Between Worlds erzählt zwei Adoptionsreisen über drei Kontinente hinweg. Die erste folgt Atticus – geboren in Kolumbien, von einer deutschen Familie adoptiert und in den Vereinigten Staaten aufgewachsen. Als Erwachsener kehrt er in sein Geburtsland zurück, um nach seiner biologischen Familie zu suchen. Die zweite Reise beginnt viele Jahre später, als Atticus selbst Adoptivvater wird. Dabei begegnet er den Folgen früher Kindheitstraumata, erkennt die Grenzen dessen, was Liebe allein heilen kann, und steht schließlich vor einer Entscheidung, die seine Familie für immer verändert. Gemeinsam erzählen diese beiden Wege von Adoption, Identität und was Zugehörigkeit zwischen den Welten bedeutet, die wir unser Zuhause nennen.
Warum dieses Buch wichtig ist

Adopted Between Worlds

Zwischen Kolumbien, Deutschland und den Vereinigten Staaten habe ich mein Leben in verschiedenen Welten verbracht – Welten, die alle durch Adoption geprägt wurden. Zuerst als Adoptierter auf der Suche nach Antworten. Später als Vater, der lernen musste, dass Liebe allein nicht jede Wunde heilen kann. Adoption wird häufig entweder als Rettungsgeschichte oder als Tragödie dargestellt. Dieses Memoir erzählt von dem Raum dazwischen. Es soll allen Menschen, deren Leben durch Adoption berührt wurde, das Gefühl geben, gesehen zu werden, besser vorbereitet zu sein, sich weniger allein zu fühlen und den Mut zu finden, sich Hilfe zu holen.
Für wen dieses Buch gedacht ist

Adopted Between Worlds

Dieses Buch ist für Sie, wenn …
  • Sie adoptiert wurden und sich mit Fragen nach Identität, Zugehörigkeit, Verlust oder Ihrer Herkunft beschäftigen und Worte für Erfahrungen suchen, über die selten gesprochen wird.
  • Sie Adoptivmutter oder Adoptivvater sind – oder eine Adoption planen – und einen ehrlichen, einfühlsamen Einblick gewinnen möchten, was Liebe allein nicht lösen kann und wie echte Unterstützung aussieht, wenn Trauma den Familienalltag prägt.
  • Sie Teil der Adoptionsgemeinschaft sind – als leibliche Familie, Geschwister, Angehörige oder Partner – und sich eine menschliche Geschichte wünschen, die der Komplexität echter Menschen und ihrer Entscheidungen gerecht wird.
  • Sie Therapeut, Sozialarbeiter, Pädagoge oder Fachkraft im Jugend- und Familienbereich sind und gelebte Erfahrung ebenso schätzen wie fachliches Wissen.
  • Sie gern Memoirs lesen, die sich mit großen Fragen zu Familie, Identität, Ethik und Resilienz beschäftigen und eine Geschichte suchen, die auch dort ehrlich bleibt, wo es keine einfachen Antworten gibt.
Auch wenn Sie sich in keiner dieser Beschreibungen wiederfinden, könnte Ihnen dieses Buch einfach als menschliche Geschichte gefallen – erzählt ohne einfache Antworten.
Über den Autor

Adopted Between Worlds

Warum ein Pseudonym?
Ich veröffentliche unter dem Pseudonym Atticus Galán Scholl, um die Privatsphäre der Kinder, Freunde und Familienmitglieder zu schützen, die Teil dieser Geschichte sind. Gleichzeitig spielt das Thema Name seit jeher eine zentrale Rolle in meinem Leben. Durch die Adoption trug ich vor und nach dem Adoptionsprozess verschiedene Namen – alle wurden mir von anderen gegeben. Zum ersten Mal habe ich meinen Namen selbst gewählt. Und damit auch die Werte, für die er stehen soll. 
Atticus ist inspiriert von Atticus Finch, dem Anwalt aus Wer die Nachtigall stört (To Kill a Mockingbird). Nicht, weil ich mich mit ihm vergleichen möchte, sondern weil diese Figur meinen Blick auf Integrität, Mitgefühl und die Verantwortung geprägt hat, für das Richtige einzustehen. Als ich den Roman mit fünfzehn Jahren las, beeinflusste er mein Verständnis von Moral nachhaltig. Mir ist bewusst, dass spätere Veröffentlichungen und öffentliche Diskussionen das Bild von Atticus Finch für manche Leser verändert haben. Ich verwende den Namen deshalb nicht als Symbol eines makellosen Helden. Für mich steht er vielmehr für moralische Überzeugung, Mitgefühl und den Mut, schwierige Wahrheiten respektvoll auszusprechen. Wer die Nachtigall stört war außerdem das erste Pflichtbuch der Schule, das ich wirklich gern gelesen habe – ebenso wie die Verfilmung. Bis heute erinnert mich dieser Name daran, welchen Maßstab ich an mich selbst legen möchte und wie wichtig es ist, niemals aufzuhören zu lernen und zuzuhören.
Galán ehrt Luis Carlos Galán, den kolumbianischen Reformpolitiker, der 1989 ermordet wurde, weil er sich Korruption und der Gewalt der Drogenkartelle entgegenstellte. Seit in mir im Jahr 2000 erstmals der Wunsch entstand, nach Kolumbien zurückzukehren, habe ich mich intensiv mit der Geschichte meines Geburtslandes beschäftigt. Der Mord an Galán erschien mir dabei als eine der tiefsten nationalen Wunden Kolumbiens. Er verkörperte Hoffnung und den Glauben an eine bessere Zukunft. Dieser Name steht für mein kolumbianisches Erbe, für Idealismus und für den Mut, der Wahrheit auch gegenüber Macht und Unrecht eine Stimme zu geben.
Scholl erinnert an Sophie und Hans Scholl von der Widerstandsgruppe Weiße Rose, die 1943 wegen ihres gewaltfreien Widerstands gegen das NS-Regime hingerichtet wurden. Zum ersten Mal hörte ich im Deutschunterricht von den Geschwistern Scholl. Erst der Film Sophie Scholl – Die letzten Tage ließ mich jedoch wirklich begreifen, welchen außergewöhnlichen Mut sie in einer so gefährlichen Zeit bewiesen. Dieser Name steht für meine deutschen Wurzeln, für Gewissen und für die Entscheidung, selbst in dunklen Zeiten das Richtige zu tun. 
Ich habe diese Namen nicht gewählt, um mich mit den Menschen zu vergleichen, die sie getragen haben. Ich habe sie gewählt, weil sie mich an Werte erinnern, nach denen ich leben möchte – mit Demut, Verantwortungsbewusstsein und dem Wissen, dass ich noch viel zu lernen habe. Sie stehen für den Menschen, der ich sein möchte. Und sie erinnern mich täglich daran, wie weit der Weg dorthin noch ist.
Über das Memoir hinaus entsteht mit diesem Projekt eine Ressourcenplattform, die allen Menschen, deren Leben durch Adoption geprägt wurde, den Zugang zu vertrauenswürdiger Unterstützung erleichtern und ihnen das Gefühl geben soll, mit ihren Erfahrungen nicht allein zu sein.
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